Erblindung: Verlust der Sehfähigkeit

Als Blindheit bezeichnet man den Verlust der Sehkraft, Betroffene sind mit einem oder mit beiden Augen nicht in der Lage Licht wahrzunehmen. In Deutschland wurde die Definition von Blindheit erweitert. Jene, die mit dem Auge, das die größere Sehkraft hat, über weniger als zwei Prozent der durchschnittlichen Sehschärfe verfügen und jene, deren Gesichtsfeld kleiner als fünf Grad ist, gelten ebenfalls als blind oder zumindest stark sehbehindert.

Die Ursachen für eine Erblindung sind sehr unterschiedlich. Blindheit kann angeboren sein, sie kann auf nur einem oder aber auf beiden Augen auftreten, sie kann plötzlich auftreten, sie kann schleichend kommen, sie kann schnell wieder vergehen. In den Industrieländern sind die häufigsten Ursachen, die zu einer Erblindung führen, die nicht angeboren ist, sind altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Diabetes mellitus, sowie der grüne und der graue Star. Der Verschluss eines zentralen Blutgefäßes, oder die Ablösung der Netzhaut können ebenso Gründe für eine Erblindung sein. Die genaue Ursache lässt sich durch einen Augenarzt ermitteln.

Erblindung: Verlauf und Therapie

Ob es eine Therapiemöglichkeit gibt, hängt von der Ursache der Erblindung ab. Eine plötzlich auftretende Erblindung, beispielsweise durch ein verstopftes Blutgefäß der Netzhaut oder aber durch eine Einblutung im Auge, kann in der Regel durch einen medizinischen Eingriff geheilt werden.

Angeborene Blindheit oder jene Blindheit, bei der die Netzhaut oder der Sehnerv betroffen sind, lassen sich nur in den seltensten Fällen Heilen. In den meisten Fällen gibt es keine Hoffnung auf eine Besserung oder gar Heilung.