Gerstenkorn (Hordeolum)

Ein Hordeolum ist eine eitrige Entzündung im Bereich des Auges. Das Hordeolum ist auch unter dem Namen Gerstenkorn bekannt. Es kann auf zwei Arten auftreten: als inneres oder als äußeres Gerstenkorn. Das innere Hordeolum ist eine Entzündung von an der Innenseite des Augenlids gelegenen Drüsen. Es kann vorkommen, dass diese Art des Gerstenkorns von außen nicht sichtbar ist. Als äußeres Hordeolum wird eine Entzündung von am Rande des Augenlids gelegenen Drüsen bezeichnet. Beide Formen lassen sich mit einer einfachen Blickdiagnose erkennen.

Die Entzündung ist in den meisten Fällen akut und eitrig, es kommt zu einer Abzessbildung. Betroffene empfinden die Eiteransammlung und den damit verbundenen erhöhten Druck auf das Auge als störend.

Bakterien, meist Staphylokokken oder Streptokokken, sind die Ursache für die Entzündung. Die Erreger können mit der Hand von einem Auge auf das Andere oder aber auch auf andere Menschen übertragen werden, aus diesem Grund wird das Gerstenkorn als ansteckend eingestuft.

Hordeolum: Behandlung und Vermeidung

Ein Gerstenkorn muss in der Regel gar nicht behandelt werden. Schon nach wenigen Tagen platzt das Hordeolum von alleine auf. Sobald der Eiter abgeflossen ist, vermindert sich der Druck auf das Auge, das Gefühl eines im Auge steckenden Fremdkörpers, das in einigen Fällen auftritt, verschwindet. Sollte ein Gerstenkorn nicht von alleine aufbrechen, kann ein Facharzt aufgesucht werden, der es unter sterilen Bedingungen öffnet.

Gerstenkörner können in gewissem Maße vermieden werden. Eine gründliche Hygiene ist der Grundstein jeder Vermeidung. Gründliches Händewaschen vor nach einem Kontakt mit den Augen verringert das Risiko eines Hordeolums erheblich. Immunsystemstärkende Maßnahmen können zusätzlich ergriffen werden.