Nachtblindheit (Hemeralopie)

Nachtblindheit zeichnet sich durch eine verminderte Sehfähigkeit während der Dämmerung und Dunkelheit aus. Betroffene sind in der Regel nicht dazu in der Lage, ihre Sicht den vorhandenen Lichtverhältnissen anzupassen, die Dunkeladaption ist gestört. Bei der Mehrheit der Patienten sind beide Augen betroffen.

Bei Nachtblindheit ist die Funktion die für die Hell- und Dunkelkontraste zuständigen Stäbchen gestört. Eine Adaption, eine Anpassung, an schlechte Lichtverhältnisse ist für Betroffene kaum möglich. Personen, ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens in der Dunkelheit, benötigen fast eine Stunde zur Anpassung an die Dunkelheit. Unter Nachtblindheit leidende Personen benötigen lediglich fünf Minuten, da der Prozess nicht soweit fortschreitet, alsdass ein scharfes Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen möglich wäre.

Nachtblindheit kann erbliche Ursachen haben. Betroffene sind sich ihrer Erkrankung manchmal nicht bewusst, da sie schon seit ihrer Geburt mit den Symptomen leben. Hemeralopie kann jedoch auch die Folge anderer Faktoren sein, wie beispielsweise ein Mangel an Vitamin-A, einer Trübung oder Erkrankung der Netzhaut.

Nachtblindheit: Verlauf und Therapie

Der Verlauf von Hemeralopie hängt von der Form der Erkrankung ab. Eine angeborene Nachtblindheit ist nicht heilbar. Es gibt keine therapeutischen Möglichkeiten um die nächtliche Sicht der betroffenen Patienten zu verbessern.

Ist die Nachtblindheit allerdings die Folge einer anderen Erkrankung, so besteht die Möglichkeit auf eine Verbesserung oder gar auf eine Heilung, sofern die zu Grunde liegende Erkrankung behandelt wird. Ist etwa der Mangel an Vitamin-A die Ursache für die Nachtblindheit, so kann eine entsprechende Einnahme des Vitamins für eine erhebliche Verbesserung sorgen.